Kleinere Siedlungen und Ortsteile


Das Verwaltungsgebiet der Stadtgemeinde Cormňns umfasst auszer dem Zentrum der Stadt auch einige Ortsteile und zahlreiche kleinere Siedlungen. Die vielfaeltige Morphologie des die Stadt umgebenden Gebietes – das den Berg Monte Quarin, oestlich das Huegelgebiet und einen Teil der Ebene einschlieszt – drueckt sich durch eine grosze Vielfalt der Natur aus. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Aktivitaeten der Menschen im Territorium und das Aussehen der Wohnungskerne. Einige kleinere Siedlungen sind sehr charakteristisch und durch ihren Charme von touristischem Interesse.

Begnnen wir unseren Besuch dieser wiederzuentdeckenden "Ecken", die am Rand der stark befahrenen Routen liegen, am suedlichsten Rand des Cormoneser Territoriums in der Siedlung Bosc di sot. Hier wurde von Menschenhand eine spektakulaere morphologische Umformung vorgenommen; die urspruengliche Gruppe toniger Huegel wurde naemlich durch ein groszes Becken ersetzt. Der Tonabbau fuehrte so zur Bildung eines netten, in Fischreservat umgewandelten Teiches in unmittelbarer Umgebung der Ziegelbrennerei.


Plessiva


Im Osten wird das Cormoneser Territorium von der internationalen Grenze der Republik Slovenien begrenzt, die auf halber Hoehe der Ebene des Prevàl umgebenden Huegel entlanglaeuft. Die Ortsnamen selbst: Plessiva (Plešivo), Novali (Novalije) und Zegla (Ceglo) weisen auf den slovenischen Ursprung dieser zur Gemeinde von Cormòns gehoerenden Siedlungen. Das Gebiet von Plessiva bietet eine wunderschoene, vollstaendig mit Weingarten bedeckte bestandene Huegellandschaft, wo die Trauben fuer einige der wertvollsten Weine des Anbaugebietes mit geschuetzter Ursprungsbezeichnung DOC Collio gedeihen.


Brazzano und Giassìco


Die noerdliche Grenze des Cormoneser Gebietes bildet der Flusslauf des Judrio (Anim.), jenseits dessen sich die Provinz Udine ausdehnt. In der Naehe des Flusses, der in einem tief eingeschnittenen Bett dahinflieszt, liegt der Ortsteil Brazzano vor dem Huegel S. Giorgio. Auf seiner Spitze erhebt sich die gleichnamige, Kirche; ihre Auszenmauer enthaelt ein roemisches Fragment aus dem III. Jh., waehrend sich im Inneren ein wertvoller Schnitzaltar aus dem Cinquecento befindet. In geringer Entfernung bietet das antike Borgo (befestigter Siedlungskern) von Giassìco, mit den um das Kirchlein versammelten Haeusern, ein ansprechendes Beispiel baeuerlicher Ortsgestaltung.


Borgnano


Wir beenden unseren Besuch der Oertlichkeiten von Cormòns mit der Siedlung Borgnano, die in ihrer staedtebaulichen Struktur und in der Organisation des umliegenden Territoriums die topografischen Spuren eines groszzuegig angelegten Herrschaftssitzes aus dem 19. Jh. hat. Man sieht noch die langen Alleen, die sich durch die Landschaft ziehen, die Borgnano mit den Ortsteilen Angoris und Monticello verbanden. Hinter Borgnano verlaeuft die Gemeindegrenze, die auch einen Teil des Huegels von Medea mit einschlieszt. Und nach einem angenehmen Ausflug in die Umgebung, eine ruhige laendliche Umgebung vor dem Hintergrund der Julischen Alpen, kommt am Ende des Tages – wie am Ende jeder Sache – schlieszlich...